Freude über die Gesellenbriefe

Erfolgreiche Lehre : 34 Friseurinnen erhielten
ihre Prüfungszeugnisse und feierten Ihren
erfolgreichen Abschluss mit Ausbildern, Lehrern und
Bürgermeister Bernd Saxe.


Bericht von den LN vom 28-06-2012   [ PDF-Bericht 1.2MB]

Zwischen Haare schneiden und Seelen trösten

Großer Tag für 37 Friseure: Im Rahmen eines festlichen Freisprechungsballs erhielten sie ihre Gesellenbriefe. Jürgen-Hendrik Dreller vom Salon Nina Werfel bestand die Prüfung nach dreijährige Lehrzeit mit Auszeichnung.

Die Gesellinnen und Gesellen waren die ersten, die nach der neuen Prüfungsordnung ihren Berufsabschluss machten. Denn zum ersten Mal floss das Ergebnis der obligatorischen Zwischenprüfung nach anderthalb Jahren zu 25 Prozent in die Endnote mit ein. Mehr als 200 Gäste feierten auf dem fünften Freisprechungsball der Lübecker Friseur-Innung im Scandic-Hotel die neuen Gesellinnen und Gesellen.

Lübecks stellvertretender Stadtpräsident Peter Sünnenwold (CDU) lobte den Friseurberuf. Wer ihn ausübe, brauche Kreativität, Geschmack und künstlerisches Talent. Der Gesellenbrief genieße großes Ansehen. Sünnenwold: "Ganz Europa beneidet uns um das Duale Ausbildungssystem." Der CDU-Politiker verwies auf den drohenden Fachkräftemangel angesichts der demografischen Entwicklung: " Der Engpass beim Fachkräftebedarf wird sich dramatisch verstärken." Fachkräfte aber seien der "entscheidende Faktor für den Erfolg eines Unternehmens". Sünnenwold kritisierte die "Wirtschaftsferne des staatlichen Bildungssystems" und mahnte: "Sinkende Schülerzahlen seien kein Grund für Einsparungen im Bildungsbereich".

Stefan Zorn, Berufsschullehrer der Dorothea-Schlözer-Schule, hob die hohe Verantwortung der Friseure hervor. Friseure seien nicht nur "Trendscouts", sondern auch Künstler, Psychologen und Seelentröster mit hoher sozialer Verantwortung.